Die Kinder, die im Waisenhaus der Christ Vision Church in Chennai ein Zuhause finden, haben oft harte Schicksalsschläge hinter sich. Sie haben ein oder beide Elternteile verloren oder – vielleicht noch schlimmer – wurden von ihren Verwandten weggegeben. Ein Leben auf der Straße ist zumindest den etwa 60 Mädchen und Jungen, die im Waisenhaus des Projekts „Indien: Bildung“ von Geschenke der Hoffnung untergekommen sind, erspart geblieben. Die Verletzungen durch die Ablehnung sitzen trotzdem tief. Es sind die Liebe Gottes und die fürsorgliche Nächstenliebe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Waisenhaus, die den Kindern Hoffnung schenken und ihnen eine Perspektive für ihr Leben vermitteln: Durch ein Zuhause, Essen, Kleidung und Unterricht.
Lesen, Schreiben, Rechnen: Fleißig besucht Praveen den Unterricht im Projekt "Indien: Bildung". |
Im vergangenen Jahr kam der sechsjährige
Praveen ins Waisenhaus. Sein Vater hatte die Familie schon vor vielen Jahren
verlassen und war nicht mehr auffindbar. Praveens Mutter wurde mit ihrem Sohn
und ihrer Tochter von ihren Verwandten im Stich gelassen und begann, als
Hausangestellte zu arbeiten. Aber das spärliche Gehalt reichte nicht aus, um
alle zu ernähren. Deshalb brachte sie Praveen ins Waisenhaus. Dort besucht er
nun die erste Klasse. Das Lernen fällt ihm nicht so leicht. Viel lieber ist er
auf dem Spielplatz – er liebt die Schaukel. Jeden, der dort vorbeikommt, bittet
Praveen, ihm Anschwung zu geben. Im Waisenhaus hat der Junge mehr gefunden als
ein Stück unbeschwerter Kindheit: Freunde, Versorgung und ein neues Zuhause.
Praveen auf „seiner“
Schaukel im Hof des Waisenhauses - sie ist sein Lieblingsplatz. |
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen